VfB Waldshut - SV Jestetten 3:2
In der aktuellen Situation spielt es keine Rolle, wer der Gegner ist, wir brauchen Punkte. Idealerweise drei pro Spiel, um der Abstiegsgefahr zu entgehen. Deshalb gab es nach dem Auswärtssieg bei der Spielgemeinschaft Höchenschwand-Häusern-St.Blasien auch gegen die Gäste aus Jestetten nur eine Option: Auf Sieg spielen. Und genau so legte die Mannschaft auch los. Bereits nach drei Minuten hatte Erdal Kizilay eine gute Gelegenheit. Sein raffinierter Heber ging aber über das Tor.
Der VfB legte nach und ging in der siebten Spielminute durch einen Kopfballtreffer von Vatim Muhaxheri in Führung. Zuvor hatte sich Ilhan Cakir über rechts durchgesetzt und den Ball perfekt vors Torg eflankt. Cakir war es auch, der kurz darauf nach einer gelungenen Einzelaktion zum Abschluss kam. Dem Schuss fehlte aber die Wucht und war deshalb kein Problem für den Gästekeeper.
Auch bei der dritten Offensivaktion war Cakir dabei. Im Zusammenspiel mit Sali Kamberi kombinierte er sich über links in eine gute Schussposition. Sein straffer Abschluss pfiff aber leider über die Latte (15.). Nach 24 Minuten klappte es dann aber doch noch mit dem zweiten VfB-Treffer. Zunächst sahen die Zuschauer wieder eine gute Kombination der Platzherren. Ausgehend von Luca Moceri gelangte der Ball über Muhaxheri auf Kamberi, der seinerseits Kizilay bediente. Sträflich allein gelassen, versenkte Kizilay den Ball abgeklärt zum 2:0.

Jestettten konnte bis dahin noch keine Offensivaktion ausspielen und so verwundert es nicht, dass sich auch die Waldshuter Abwehr hin und wieder ins Offensivspiel einschaltete. So geschehen nach gut einer halben Stunden als Jonas Sprick auf der rechten Seite nicht gestoppt werden konnte und den Ball auf Kamberi passte. Dessen Schuss wurde aber geblockt. Kurz vor der Pause kamen dann auch die Gäste zu einer guten Torchance. Mit einem direkt getretenen Eckball wollte Jestetten Waldshuts Torhüter Andrej Gerbersagen überlisten. Der Ball kam gut, aber der VfB-Keeper war auf dem Posten und wischte den Ball um den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst wenig. Kurz vor Erreichen der Stundenmarke gab es dann aber gleich zwei Aufreger. Erst schickte sich Muhaxheri nach guter Vorarbeit von Moceri und Kamberi an seinen zweiten Treffer per Kopf zu erzielen aber der Ball klatschte nur an die Latte. Beim darauffolgenden Angriff der Gäste kam es zu einem Freistoß auf der rechten Seite. Der Schütze lief an, schoss und der Ball landete zur Verwunderung vieler im langen Eck des VfB-Gehäuses (56.). Dieses Mal hatte sich Gerbersagen auf dem falschen Fuß erwischen lassen.

Jestetten schöpfte nun wieder Mut und verstärkte die Angriffsbemühungen. Größere Gefahr für das Tor der Platzherren erspielten sich die Gäste allerdings nicht. Die Offensive der Gäste ging zu Lasten ihrer Defensive. Das nutzte der VfB eiskalt aus. In der 77. Spielminute entledigte sich Kamberi kraftvoll zweier Gegenspieler und legte für den eingewechselten Oliver Atalla auf. So eine Chance ließ sich der Routinier nicht entgehen. 3:1!

Unnötig spannend machte der VfB dann noch die letzten Spielminuten. Ein Gästeangreifer kam im Waldshuter Strafraum an den Ball und wurde geschickt nach außen abgedrängt, um dann deutlich weniger geschickt am Verlassen des Strafraums gehindert zu werden. Klare Sache: Strafstoß und der erneute Anschlusstreffer für Jestetten (3:2, 87.). Danach brachte der VfB die Restspielzeit aber ohne Unfälle über die Bühne. Kurz vor dem Schlusspfiff starteten Atalla und Xhylazim Peci sogar noch einen Konter, dessen Abschluss aber nicht von Erfolg gekrönt war.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für den VfB. Die Heimmannschaft hatte mehr und bessere Chancen. Die Mannschaft scheint erkannt zu haben, was zu tun ist, um einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen und hat mehrfach angedeutet, dass das Potential für den Ligaverbleib definitv vorhanden ist. Durch die überraschende Niederlage Rheintals in Obersäckingen gelang der Sprung auf den Relegationsplatz nicht. Aber das Team ist wieder einen kleinen Schritt weitergekommen.

Jetzt gilt es dran zu bleiben, den Schwung aus zwei Siegen mitzunehmen und auch beim Tabellendritten Bergalingen am kommenden Sonntag mindestens einen Punkt zu holen. Wenn alle mitziehen und an die Leistungsgrenze gehen, ist da sicher etwas drin. Und mit breiter Unterstützung der VfB-Fans gibt's vielleicht noch ein paar Prozente mehr Motivation.
