VfB-Logo-Website

Saisonverlauf 1. Mannschaft

FC Bergalingen - VfB Waldshut 4:2

VfB unterliegt in Bergalingen 4:2Der Tabellendritte Bergalingen fuhr im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfB Waldshut einen standesgemäßen Sieg ein. Bereits nach knapp 30 Sekunden hätte es schon 1:0 stehen können, aber die Gäste hatten Glück. Der Heber des Angreifers prallte gegen die Latte, so blieb dem VfB ein früher Rückstand erspart. Nach dem Abfiff jubelten die Platzherren und die Waldshuter fragten sich, wie man - vor allem nach einer solchen ersten Halbzeit - das Spiel verlieren konnte.

Denn tatsächlich war im ersten Durchgang für den ahnungslosen Beobachter nicht klar, wer vorne dabei ist und wer hinten drin steht. Und hätte er getippt, wäre er vermulich daneben gelegen. Bereits nach vier Minuten kam Erdal Kizilay zum Abschluss, verfehlt das gegnerische Tor aber knapp. Nur drei Minuten später kam Waldshut Sali Kamberi über links und wollte den Heimkeeper überraschen, doch der Ball flog am Tor vorbei. In der 20. Spielminute setzte Kizilay mit einem guten Pass Ilhan Cakir ein, der sich kraftvoll durchsetzte und abzog. Aber noch wollte der Ball nicht ins Tor.

Das klappte dann mit dem nächsten VfB-Angriff. Wieder war Kizilay beteiligt. Sein Pass nahm Kamberi auf, der erst drei Gegenspieler vernaschte und dann aufs Tor schoss. Bergalingens Torhüter konnte diesen Schuss zwar parieren, gegen den Abstauber von Cakir war er dann aber machtlos. Der VfB ging in der 23. Minuten mit 0:1 in Führung. Und der VfB legte nach. Ein lang geschlagener Freistoß von Leon Eggert fand den Kopf von Kizilay, aber wieder verfehlte das Runde knapp das Eckige.

Cakir zum 0:1

Und auch die nächste Offensivaktion hatte der VfB. Bei zwei Zweikämpfen warteten die Platzherren vergeblich auf einen Pfiff des Schiedsrichters, während der VfB in der Szene blieb. In der Folge glich der VfB aus, was die Lattentreffer angeht. Der Ball von Cakir sprang zurück ins Spielfeld (29.). Auch Vetim Muhaxheri blieb der Torjubel verwehrt, als er in der 36. Spielminute die Hereingabe von Eggert in aussichtsreicher Position nur um Haaresbreite verpasste.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Heimteam auf Kick and Rush verlegt, da ein geordneter Spielaufbau immer wieder vom VfB unterbunden wurde. Ein langer Ball führte dann in der 38. Spielminute zur zweiten Chance der Bergalinger. Der Angreifer umkurvte zunächst zwei Waldshuter Abwehrspieler, fand dann aber in Andrej Gerbersagen im Gästetor seinen Meister.

Aber schon im Gegenzug gab es die nächste Großchance für Waldshut. Kamberi überlief die Bergalinger Abwehr scheiterte aber erneut am Torsteher (39.). Ein verunglückter Einwurf der Gäste führte zwei Minuten später zur nächsten guten Gelegenheit für den VfB. Kizilay legte die Bogenlampe geschickt auf Muhaxheri ab, der dann den Bergalinger Torwart zu einer weiteren Glanztat zwang. 

Machen wir das Phrasenschwein parat: Wer sie vorne nicht reinmacht, fängt sich hinten einen. In der 42. Spielminute passierte genau das. War die Waldshuter Abwehrreihe bis zu diesem Zeitpunkt bestens sortiert, reichten beim Ausgleich drei Querpässe, um den Platzherren eine Chance zu ermöglichen, die der Stürmer auch nutzte.

Bis zur Halbzeit hatten beide Mannschaften noch je eine erwähnenswerte Chance, beide wurden aber von den Torstehern pariert. So ging es mit einem für die Gastgeber schmeichelhaften 1:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war das Spiel ausgeglichener, weil Bergalingen besser in die Partie kam. Das hatte zur Folge, dass sich beide Mannschaften mehr oder minder neutralisierten, Torchancen gab es kaum noch. Das änderte sich erst in der 65. Spieminute. Ecke Eggert, Kopfball Jonas Sprick, geblockter Abschluss von Kamberi und schließlich Kizilay mit der erneuten Führung für den VfB (1:2).

Kizilay zum 1:2

Fünf Minuten später konnte sich Gerbersagen auszeichnen. Bei einem platzierten Schuss war er schnell im bedrohten Eck und verhinderte den erneuten Ausgleich. In der 81. Spielminute klingelte es dann aber doch noch. Ein Distanzschuss schlug ein und es stand 2:2. Ein herber Dämpfer für den VfB, doch es kam noch schlimmer. Zunächst verlegte der gut leitende Schiedsrichter ein Foul an Cakir zur Überraschung vieler auf außerhalb des Strafraums, danach konnte Bergalingens Keeper einen von Eggert getretenen Eckball gerade noch ablenken und prompt fing sich der VfB noch ein Gegentor (87.).

Das 4:2 tief in der Nachspielzeit war dann nur noch kosmetischer Natur, der VfB hatte alles nach vorne geworfen, um wenigstens noch einen Punkt zu holen. Wer zwei Tore mehr erzielt als der Gegner, hat den Sieg verdient. Betrachtet man allerdings den Spielverlauf und die strittige Elfmerterszene, wäre ein Unentschieden leistungsgerechter gewesen. 

Doch es hilft nicht zu hadern. Die vergebenen Chancen, der nicht gegebene Elfmeter. Schnee von gestern. Der nächste Brocken steht auf dem Plan. Am kommenden Samstag kommt der SV Rheintal in die Schmittenau. Sicher muss man die Fehler analysieren, vor allem muss man aber die sehr gute Leistung der ersten Halbzeit in Bergalingen im Kopf behalten und an sich selbst glauben. Wenn man diese Leistung nochmals abrufen kann, ist daheim definitiv auch gegen Rheintal etwas zu holen.

Hopp VfB!

 

 

Drucken E-Mail

Copyright © 2025 VfB Waldshut 1910 e.V. - All Rights Reserved.