Vereinsjahr

Jahreshauptversammlung 2026

Verfasst von Jochen Zuber am . Veröffentlicht in Vereinsjahr

Willi Maurer-SpitznagelAm Mittwoch, den 13.05.26 fand die Jahreshauptversammlung des VfB Waldshut statt. Im gut gefüllten Vereinsheim freute sich der Erste Vorsitzende Klaus Fricker vor allem über die zahlreich erschienenen A-Junioren. Nach der Begrüßung der Gäste bat Fricker die Versammlung zum Gedenken an im zurückliegenden Jahr verstorbenen VfB-Mitglieder.

Im Anschluss informierte Fricker die Answesenden über den Stand der Dinge im VfB. Dabei wurde hervorgehoben, was in den letzten Monaten neben dem Platz geleistet wurde. In den Umkleiden und Duschen wurden beispielsweise alle Leuchtmittel auf LED umgestellt und helfen so in Verbindung mit ebenfalls neu installierten Bewegungsmeldern, den Stromverbrauch zu reduzieren. Komplett erneuert wurde die Wegbeleuchtung vom Kassenhäuschen zum Vereinsheim. Die Ballfangnetze wurden ersetzt, eine kleine Sprecherkabine am Kunstrasenplatz aufgebaut und die alte Grillhütte wich einem ansehnlichen, zu Bewirtungszwecken ausgestalteten Container. 

Im sportlichen Bereich befindet sich der VfB laut Fricker auf einem guten Weg. Die Zweite bewegt sind im gesicherten Mittelfeld und bei der ersten Mannschaft macht sich nach zwei Siegen vorsichtiger Optimismus breit, was den Klassenerhalt angeht. Aus Sicht des Vorstands hat sich bestätigt, dass der Neuanfang mit vielen jungen Spielern der richtige Schritt war, auch wenn es im Moment noch nicht optimal läuft. Dass Erdal Kizilay und Serkan Korkut das Team nun mit ihrer Erfahrung stabilisieren, zeigt schon erste Früchte.

Ähnlich äußerte sich auch der Zweite Vorsitzende Christian Töndle in Vertretung von Aktivleiter und Interimstrainer Versel Alidemay. Tröndle hob hervor, dass Erste und Zweite endlich wieder zusammengewachsen.Ein Team verteilt auf in zwei Mannschften. Die Stimmung ist gut und die Mannschaft voll motiviert in den verbleibenden Spielen die nötigen Punkte zu holen.

Jugendleiter Jürgen Schwering konnte von einer weiterhin florierenden Jugendabteilung berichten, in der die rund 30 Trainer und Betreuer sehr gute Arbeit leisten. Mit über 280 Kindern und Jugendlichen verteilt auf elf Mannschaften kann der VfB in allen Altersklassen eigenständig antreten. Schaut man sich die Tabellen der Jugendligen an, sieht man, dass das inzwischen eher die Ausnahme als die Regel ist. Ein Grund für die gute Entwicklung ist die Kooperation mit dem SC Freiburg und Schwering konnte an der JHV auch schon vermelden, dass drei Mädchen und ein Junge über den VfB den Weg zur Freiburger Fußballschule gefunden haben.

Zusammen mit Schwering berichtete anschließend Melanie Haselwander über den Abschluss eines wichtigen Projekts. Als einer von 60 Vereinen des Badischen Sportbundes hatte der VfB die Möglichkeit im Rahmen der Schuzschildkampagne, die der BSB unter anderem in Zusammenarbeit mit dem SC Freiburg lanciert hat über rund 1.5 Jahre hinweg ein Konzept für den Kinder- und Jugendschutz im VfB zu entwerfen und umzusetzen. Ziel des Schutzkonzeptes ist es, das sich Kinder und Jugendliche bei der Ausübrung ihres Sports nicht nur sicher fühlen, sondern auch die Gewissheit haben ernst genommen und gehört zu werden. Gleichzeitg erhalten alle Verantwortlichen auch Maßnahmen und Verhaltensregeln an die Hand, die helfen kritische Situationen zu vermeiden oder ggf. zu erkennen und dann richtig zu handeln.

Michael Münch berichtete als Abteilungsleiter AH/Veteranen überwiegend von der Kameradschaftspflege. Dort sei man bei Wanderungen, Skiausflügen und Arbeitsdiensten immer gut dabei. Sportlich fehle aber der Nachwuchs. Ein vielversprechender Ansatz für einen Neuanfang brachte aber nicht den gewünschten Erfolg, da eine treibende Kraft sich aus privaten Gründen zurückzog. Münch hofft, dass sich bald wieder jemand findet, der die Sache nochmals in die Hand nimmt. Eine interessante Variante könnte dabei das vom DFB vorgestellte "Walking Football" sein, das mit eigenen Regeln, weniger Tempo und der Vermeidung von allzu viel Körpereinsatz auch Fußballern im gehobenen Alter noch eine Möglichkeit bietet ihrem Sport nachzugehen.

Kassier Martin Stoll informiete danach von solide Finanzen, erklärte aber gleichzeitig, dass es kaum machbar sein Rücklagen zu bilden. Unerwartete Ausgaben könnten deshalb problematisch werden. Stoll betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit von Veranstaltungen wie der Schlittschuhbahn am Waldshuter Weihnachtsmarkt.

Erster Vorsitzender Klaus Fricker (rechts) geatuliert den Gewählten und Geehrten (v.l.): Jugendleiter Jürgen Schwering (silberne Ehrennadel), der wiedergewählte Schriftführer Jochen Zuber (silberne Ehrennadel), Axel Bindert (40 Jahre Mitglied), Norbert Bachman (50 Jahre Mitglied), der wiedergewählte zweite Vorsitzende Christian Tröndle.

Den Berichten folgten wie üblich die Wahlen. Dieses Jahr standen das Amt des Zweiten Vorsitzenden, des Schriftführers, der beiden Kassenprüfer und deren Stellvertrtern zur Wahl. Alle Amtinhaber stellten sich wieder zur Wahl und wurden ohne Gegenstimmen mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt. Christian Tröndle (2.V.) und Jochen Zuber (SF) werden dem geschäftsführenden Vorstand also zwei weitere Jahre angehören. Auch Herbert Zimmermann und Stefan Rimmele als Kassenprüfer und Achim Fischer und Axel Knobloch als stellvertretende Kassenprüfer bleiben dem Verein erhalten.

Ein Verein besteht aber nicht nur aus Amtsträgern sondern vor allem auch aus vielen, vielen Mitgliedern. Mitglieder, die schon sehr lange zum VfB gehören,erhalten für ihre Vereinstreue Ehrennadeln. Das 40-jährige Vereinsjubiläum feiern 2026 Axel Bindert, Björn Bittel, Helmut Müller und Ingo Siefermann. Seit 50 Jahren halten Norbert Bachmann und Ludwig Weinkötz dem VfB die Treue. Willi Maurer-Spitznagel hat sich vor 60 Jahren beim VfB angemeldet und Hermann Haliewicz ist sogar schon 65 Jahren dabei. Und Karl-Heinz Maulbetsch und Peter Straub sind dem VfB vor 70 Jahren beigetreten.

Ein schöner Abschluss des offiziellen Teils. Danach blieb noch Zeit für den Austausch von Erinnerungen und Anekdoten aus vielen Jahren VfB-Geschichte.

260513 jhv ehrung maurer spitznagel

Zur Ehrung terminlich noch verhindert, kam Willi Maurer-Spitnagel nach der Versammlung ins Sportheim und erhlielt die Ehrennadel für 60 Jahre Vereinmitgliedschaft aus den Händen von Klaus Fricker.

Drucken