VfB erarbeitet Jugendschutzkonzept
Der Vereinszweck des VfB ist, es Menschen, die Spaß am Fußball haben, zu ermöglichen, diesem Hobby nachzugehen. Für Training und Spiel hält der VfB deshalb die Anlage in Schuss und stellt Bälle und Trikots zur Verfügung. Dass wir nach dem Training duschen und vielleicht anschließend noch etwas trinken oder essen können, ist nur möglich weil der Verein Kabinen, Duschen und ein Vereinslokal bereitstellt. Der VfB tut also viel damit die aktiven Mitglieder ihrem Hobby nachgehen können. Aber der VfB will mehr. Alle (und hier sind vor allem Kinder und Jugendliche gemeint) sollen ihrem Hobby in einer sicheren, angstfreien Atmosphäre nachgehen können.
Aus diesem Grunde arbeitet der VfB seit gut einem Jahr an einem Schutzkonzept, das genau auf dieses Ziel ausgerichtet ist. Bis Mitte November 2024 konnten sich Sportvereine aus Baden für dieses Projekt bewerben, das unter anderem vom Badischen Sportbund, der Badischen Sportjugend, dem SC Freiburg, "Wendepunkt" und der Kindernothilfe entwickelt wurde. Der VfB ist einer der 62 Sportvereine, die ausgewählt wurden ein Schutzkonzept zu erstellen. Ausgangspunkt war die Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe "Schutzschild im und um den Sport" im Europa-Park-Stadion an der Klaus Fricker (1. Vorstand) und Jugendleiter Jürgen Schwering teilnahmen.
Warum brauchen wir sowas?
Es vergeht kaum eine Woche, in der man nicht über Kindesmissbrauch, Gewalt im Fußball oder Diskriminierung hört oder liest. Das ist zwar gut, weil heute Grenzverletzungen offener angeprangert und immer häufiger überhaupt erst gemeldet werden. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass jeder der mit Kindern und Jugendlichen Kontakt hat mehr tun muss, um deren physische und psychische Unversehrtheit zu gewährleisten. Eine Garantie gibt es nie, mit einem umfassenden Jugendkonzept, dem sich die Trainer, Betreuer und Amtsträger verpflichten müssen, schafft der VfB aber einen Rahmen innerhalb dessen systematisch getan wird, was getan werden kann.
Und was steht drin?
Natürlich geht es in erster Linie um unsere Kinder und Jugendlichen. Sie sollen nicht nur geschützt werden, indem der Verein sich zum Beispiel die Übungsleiter genauer anschaut. Sie sollen auch das Gefühl haben, dass sie gehört werden, dass man sie ernstnimmt und dass sie sich bei einer Vertrauensperson melden können, falls etwas vorgefallen ist. Dabei geht es nicht nur um sexuelle Übergriffe, sondern auch um psychische und physische Gewalt.
Daneben wollen wir den Verantwortlichen zur Seite stehen indem wir Regeln erarbeiten und die Beteiligten sensibilisieren. Sie sollen lernen wie Situationen vermieden werden können, die von Kindern und Jugendlichen als unangenehm oder gar bedrohlich empfunden werden könnten. Außerdem sollen sie Anzeichen erkennen können, dass ein Mädchen oder ein Junge unter Situationen oder Personen leidet.
Viel Arbeit - gutes Team
Wie erwähnt, dauern die Arbeiten am Schutzkonzept schon viele Monate und der VfB freut sich, dass wir Melanie Haselwander gewinnen konnten, die die Federführung bei dieser Mammutaufgabe übernommen hat. Zusammen mit Jugendleiter Jürgen Schwering hat sie schon viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Ein wichtiger Meilenstein wird die Prüfung und die Bestätigung des Konzepts sein, für das der VfB dann eine entsprechende Auszeichnung bekommen soll, um den Kinder- und Jugendschutz auch nach außenhin sichtbar zu machen.
Aber das Konzept und dessen Abnahme ist nur ein Teil des Projekts, das von allen Verantwortlichen verinnerlicht und vor allem auch gelebt werden muss, damit der VfB ein sicherer Ort für fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche bleibt. In Kürze werden wir für das Schutzschild eine eigene Seite einrichten, wo dann alle wesentlichen Informationen gesammelt werden.
Bereits in Betrieb ist die eigens dafür eingerichtete Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! über die Fragen zum Thema Kinder- und Jugendschutz im VfB gestellt oder auch Hinweise auf mögliche Grenzverletzungen platziert werden können.
