VfB-Logo-Website

Very important VfB-Persons

Maulbetsch Karl-Heinz

Auf die Frage, wann er im Vereinsfußball beim VfB begonnen habe, mußte Karl-Heinz Maulbetsch *1942 - allseits besser bekannt als "Kärrele" - nicht lange überlegen, die Antwort kam spontan. In der Euphorie des gerade gewonnenen WM-Titels der deutschen Nationalmannschaft hat sich Karl-Heinz noch im  Monat des Titelgewinnes im Juli 1954 zum Beitritt in die C-Jugend des VfB entschlossen.  Auch wenn er damals zu den „Kleinen“ gehörte - es gab keine Jugendmannschaft  unterhalb der C-Jugend (bis 14 Jahre) - verschaffte er sich schnell Respekt und einen Platz in der Mannschaft. Karl war als echter „Straßenkicker“ bereits „gestählt“ und hatte früh gelernt, sich zu behaupten.

So verlief es auch in seiner A-Jugendzeit (damals 14-18 Jahre), wo er sich über die A2 sehr bald in die A1-Jugend hinein spielte. Gemeinsam mit seinen Alterskameraden > Günther Knobloch < und > Reinhard Zuber < waren sie die jüngsten der A1, die 1958/59 als Meister der Sonderstaffel Hochrhein um die Oberrheinmeisterschaft  spielten.

Folgerichtig schaffte es dieses Trio 1961/62 dann auch, gleich von der A-Jugend in den Kreis der 1. Mannschaft aufzusteigen. Bald schon war "Kärrele" aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken.

Dank seiner technischen Fertigkeiten konnte er egal ob als Stürmer, Mittelfeldakteur oder Verteidiger universell eingesetzt werden. Mit reichlich Ehrgeiz ausgestattet war er zudem stets vorbildlich leistungsbereit und forderte dies von seinen Mitspielern - für manchen durchaus manchmal unbequem - auch immer wieder ein.alt Und wenn im Anflug von Überheblichkeit, wie damals bei den VfBlern gerne mal geschehen, für manchen wieder einmal ein Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen war, so blieb er der Mahner: „So isch des au net, diä andärä könne scho au kickä!“ (zum besseren Verständnis: So ist es auch nicht, die anderen können schon auch fußballspielen). Und als 1969/70 eigentlich leichtfertig und auch im Folgejahr einmal mehr der lange erhoffte Aufstieg von der A-Klasse in die 2. Amateurliga „verspielt“ wurde, zog Karl-Heinz Maulbetsch für sich die Konsequenzen und übernahm in der Saison 1971/72 als Spielertrainer den SV Untermettingen (B-Klasse).

Sportlich unbefriedigend und im Herzen zu sehr „VfBler“ zog es ihn jedoch schon in 1972/73 nochmals hochmotiviert zu seinem Heimatverein zurück. Und diesmal reichte es dann ja tatsächlich auch zum Aufstieg in die 2. Amateurliga. Er überzeugte als Außenverteidiger, ehe er ab dem 8. Spieltag verletzungsbedingt für die gesamte restliche Spielzeit ausfiel. Bis dahin brillierte er dank seiner technischen Fertigkeiten und ließ als „Oldie“ stattdessen doch eher seine meist jungen Gegenspieler ziemlich „alt aussehen“. In der Saison 1974/75 kehrte er in die Mannschaft zurück und mußte mit ihr die bittere Pille des Abstiegs hinnehmen. Für den "Kärrele" war dies jedoch kein Grund, sich nun aus der 1. Mannschaft zu verabschieden. Erst nach zwei weiteren Spielzeiten in der A-Klasse beendete er mit der Saison 1976/77 seine Zeit als Aktivspieler um anschließend in die AH zu wechseln. Gleichzeitig stellte er sich noch der 3. Mannschaft als Spieler zur Verfügung.

alt

Gemeinsam mit Reinhard Zuber begann Karl-Heinz Maulbetsch in der Saison 1961/62 seine Aktivspielzeit in der 1. Mannschaft des VfB und mit ihm bestritt er in der Saison 1976/77 seine letzten Spiele. Beide wurden, jeder auf seine Art vorbildlich, in der Nachkriegsvereinsgeschichte des VfB zu den Spielern mit der längsten Zugehörigkeit zur 1. Mannschaft überhaupt. So ist es angemessen, Karl-Heinz Maulbetsch einen Platz in der Reihe besonderer Persönlichkeiten des Vereins einzuräumen.

 

 

Drucken E-Mail

Copyright © 2018 VfB Waldshut 1910 e.V. - All Rights Reserved.