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Nico: VfB-Star auf und neben dem Platz

Nico Keller, lange Jahre Torwart des VfB Waldshut, beendet mit Ablauf dieser Saison auch seine Tätigkeit als Leiter der Aktivabteilung und als Trainer der zweiten Mannschaft. „Langweilig wird es mir aber sicher nicht, denn die berufliche Arbeit wird intensiver, weil ich seit zwei Wochen Geschäftsführer in unserem Unternehmen bin.

Zudem bin ich weiter Narrenrat und bei der Chilbi aktiv. Und vor allem möchte ich auch mehr Zeit für meine Frau Sonja haben“, meint Nico, der auch viele Episoden seiner VfB-Zeit auf und neben dem Platz wie etwa die Ausflüge mit seinen VfB-Kollegen nach Malle oder Düsseldorf parat hat. Doch dazu später mehr.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit David Mollmann, Spieler der ersten Mannschaft, einen kompetenten Mann als meinen Nachfolger als Aktivleiter gefunden haben“, sagt Nico im Gespräch. Und mit Vesel Alidemaj ist nun auch die Trainerstelle der Zweiten sehr gut besetzt. „Ich bin Torwart und habe eigentlich vom Fußball keine Ahnung“, meint Nico lachend, der vor einem Jahr für den schon feststehenden Trainer der Zweiten kurzfristig eingesprungen war, als dieser abgesagt hat. Und damals war auch schon klar, dass das Traineramt definitiv nur für eine Saison sein wird.

Nico als Abteilungsleiter aktiv beim Heimspiel der 1. Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz.

Dabei war Nico, der bereits von seinem Vater Joe Keller bei der Geburt beim VfB angemeldet wurde, nicht immer Torwart. In der F- und E-Jugend spielte Nico vorne links im Sturm, im Tor dieses Teams stand Florian Amrein. Nach der D-Jugend verabschiedete sich Nico zunächst einmal vom VfB, weil die Eltern nach Dogern umgezogen sind.

Nico in der VfB E-Jugend. Wer findet ihn (Tip: Weißes Shirt).

Bis 2007 spielte er in Dogern, bevor er zu seinem Stammverein zurückkehrte. Dabei ist ihm das Spiel von Dogern 2 gegen den VfB 3 noch in Erinnerung. „Ich wollte unbedingt dieses Spiel als Torwart in der Zweiten bei Dogern machen, weil mein Vater Joe bei VfB 3 gespielt hat. Und der hat mir doch tatsächlich drei Dinger eingeschenkt.“ Das sollte nicht noch einmal passieren, denn drei Wochen später wechselte Nico von Dogern zum VfB.

Der Ball geht vorbei. Nico nach einer Glanztat

Aber es gab auch sehr viele positive Highlights auf und neben dem Platz. Eines war noch mit Dogern, als sein Team im Bezirkspokal den VfB mit 4:1 sensationell aus dem Wettbewerb warf. Höhepunkte beim VfB nennt er den Aufstieg in die Bezirksliga, aber auch das Spiel in Wallbach in der Bezirksliga, in der er mit riesen Paraden den Sieg festgehalten und den Abstieg gegen den Mitkonkurrenten zu wesentlichen Teilen verhindert hat. Selbst der Wallbacher Trainer kam nach dem Spiel auf ihn zu und gratulierte zu seiner Leistung.

Luftkampf im Waldshuter Strafraum. Nico ist mittendrin, statt nur dabei....

Lebhaft in Erinnerung sind ihm auch die Spiele gegen Eschbach, eines in der Schmittenau vor mehr als 400 Zuschauern - und mit dem Sieg des VfB.

Geht gleich wieder

Lange überlegt Nico nach einer Antwort auf die Frage, was seine Stärken gewesen sind. „Ich bin zumindest nach außen hin auf dem Platz immer sehr ruhig gewesen, manchmal zum Leidwesen der Trainer“, meint er. Wir helfen ihm nach und nennen die Reaktionen und Reflexe auf der Linie und das Eins-gegen-Eins-Abwehrspiel gegen einen durchgebrochen Stürmer als weitere Stärken.

„Stimmt“, sagt Nico bescheiden und geht gleich auf die Schwäche aus seiner Sicht ein: „Bei hohen Bällen in der Luft hat’s geklemmt.“ An dieser Stelle zitieren wir einen Zuschauer, der damals meinte: „Hätte Nico zehn Kilo weniger, könnte er problemlos drei Klassen höher spielen.“ Nicos Antwort, lächelnd: „Da kann der VfB froh sein, dass ich die Kilos drauf hatte, sonst hätte ich ja nicht so lange für meinen Heimatverein gespielt.“

Spielanalyse nach dem Spiel auf dem Hartplatz mit Kamuran Duran

Ganz weg vom VfB wird er trotzdem nicht sein. „Wenn ich Zeit habe, helfe ich gerne bei bestimmten Anlässen“, meint er. Und das hat er auch in der Vergangenheit zur Genüge getan, unter anderem im Vorstand sowie als Manager und Helfer bei Festen.

Spiel in Nollingen

Einziges Manko: Meist hat er beim ersten Spiel nach der Sommerpause gefehlt, weil da Chilbi war, und er erinnert sich schmunzelnd: „Chilbi hatte absolute Priorität für mich, und das brachte den Blutdruck mancher Trainer ganz schön in die Höhe. So hoch, dass ich anschließend drei weitere Spiele erst mal auf der Bank hocken durfte..."

Heimspiel gegen Rheintal. Haben wir, glaube ich nicht gewonnen

Tags: Nico, Keller, Niko, Torwart

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